Tag 6 - Mittwoch - 14.09.2022 - Porthmadog und Küste

Wir haben wieder gut geschlafen im alten Minenhaus, sehr leise war es.

Nach der Wanderung gestern, die noch in den Knochen und Muskeln zu spüren ist, lassen wir es heute ruhiger angehen.

Auf dem Plan stehen ein paar Orte. Portmeirion und Porthmadog peilen wir so grob an.

In Portmeirion ist noch kein Einlass, ist auch nicht schlimm, denn es ist ein künstlich angelegtes Dorf, wo man horrende Eintrittspreise verlangt.
Muss nicht sein.

Wir nutzen die frisch geputzten Loos. Loo nennt man in UK die Toiletten. Restrooms, das Wort kennen die hier nicht.
Gleich am ersten Tag musste ich mal unterwegs, gehe zu Subway rein und frage ganz höflich nach den Restrooms. Der Typ guckt mich an, als spreche ich klingonisch. Da fiel mir ein, ich muss sagen: „Where is the loo?“ Das verstehen die Britten eher. Right in the back, ma‘am.

Merke, immer nach dem „Loo“ fragen. Natürlich kann man auch Toilets sagen, wie es geschrieben steht.

Waterloo war also ein sehr großes Wasserklo?
Der Running Gag auf dieser Reise war: Wenn einer von uns auf‘s Klo musste, fingen wir immer an zu singen/summen: „Waterloo…. Couldn’t escape if I wanted to Waterloo“….. Finally facing my Waterloo.

Porthmadog ist eine walisische Hafenstadt. Gucken wir uns an.
Parken kostet moderate 1 Pfund für 2 Stunden. Mehr Zeit benötigen wir nicht.

Wir schlendern durch die Stadt, ich suche noch eine „Queen-Tasse“ für meine Freundin. Soll es bald nicht mehr geben, meinte sie. Also nochmal zuschlagen. Keine Ahnung, ob das so ist. Wenn sie eine will. bring ich ihr eine mit, sollte ich eine finden. Nur in Wales gibt es fast nichts an Royal Souvenirs zu kaufen, das war in England tatsächlich häufiger der Fall.

Die Stadt ist nicht so schön, besser gefällt uns der Hafen und der Bahnhof. Hier startet gleich der historische Zug. Auf die Abfahrt warten wir jetzt mal, ein Highlight. :-)

Auch wenn dieser Zug eher was von Spielzeug-Eisenbahn hat, trotzdem spannend. Nicht zu vergleichen mit Zügen in Deutschland oder gar den USA, erinnert eher an Lukas und Jim Knopf. Auch von der Kulisse her passt das.

Nach zwei Stunden steigen wir wieder ins Auto, kaufen schnell beim Aldi noch Wasser und ein paar Süßigkeiten. Dann geht es nach Criccieth mit dem gleichnamigen Schloss/Ruine.

Das Wetter ist mal wieder wunderbar, schön zum Schlendern an der Promenade. Die Besichtigung der Ruine ist heute nicht möglich, mittwochs geschlossen. Von Weitem sind diese Bauten eh meist interessanter anzusehen und abzulichten.

Kurz laufen durch den typisch britischen Hafenort mit einer bunten Häuserreihe.

Der Strand ruft uns noch für einen kurzen Walk.

Dann haben wir wieder Lust auf Natur und düsen noch weiter an der Küste entlang bis Port Ysgo, dort soll ein Wasserfall am Strand enden, hört sich gut an.

Wir parken am Parkplatz für den Coastal Path und laufen das Stück runter zur Steilküste.
Wir sehen schon an dem sehr kleinen Bach, dass der Wasserfall nicht viel hergeben wird, schade.

Der Anblick der Küste ist trotzdem wunderschön. Die grünen Wiesen, die felsig im Meer münden – ich liebe das.

Einen kleinen Strand gibt es auch.

Nach kurzem Aufenthalt fahren wir wieder zurück ins Haus, wir müssen heute mal Wäsche waschen.

Daher schmeißen wir gleich nach Ankunft die Wäsche in die Maschine und während sie vor sich hin wäscht laufen wir noch mal zum Cwmorthin Wasserfall hinter dem Haus.

Im Vergleich zu vorgestern ist der Wasserfall nun fast ein Rinnsal, krass, was ein Tag Regen ausmacht.

In der Hütte zurück, brate ich uns ein Steak, dazu gibt es Salat. Die Wäsche ist fertig und wird an einem merkwürdigen Wäscheständer, den ich erst mal als solchen erkennen muss, aufgehängt.

Am Abend das Übliche: Bilder einlesen, chillen, Pläne für den nächsten Tag machen.


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Wetter: sonnig, später ein paar Wolken, dann wieder sonnig bei ca. 18°
Sights/Unternehmung: Parthmandog, Criccieth, Port Ysgo
Wanderungen: kurze Spaziergänge am Stadt, Strand, Küste, Wasserfall
Abendessen: Englisches Steak und Salat.